Vertrauen in das verbindliche „Ja“
Allerdings zeigt ein Teil dieser Paare durchaus noch Mut: „Sie trauen sich, ihr Herz in beide Hände zu nehmen und den Schritt zu wagen!“ Wenn zwei Liebende sich in der Öffentlichkeit zueinander bekennen, habe dies verbindlicheren Charakter, als wenn sie sich am Frühstückstisch Liebesbekenntnisse zuflüstern, so der Theologe. Aber: Reicht es nicht aus, standesamtlich zu heiraten? Matthias Pape erklärt: „Wer in einer Kirche heiratet, bringt zum Ausdruck, dass das Gelingen der Beziehung nicht allein in den eigenen Händen liegt.“ Die Ehe sei nicht nur von der eigenen Einstellung und Arbeit abhängig. „Deshalb bitten viele Paare in diesem besonderen Moment Gott um seinen Segen.“
Kirchliche Präsenz bei der Hochzeitsmesse in Mainz
Nachdem der Entschluss zur Hochzeit steht, beginnt die Zeit der Planung. Um noch unbeantwortete Fragen zu klären, Ideen zur Gestaltung der Feier zu sammeln und sich auf den großen Tag vorzubereiten, bieten Hochzeitsmessen Orientierung. An der „Hochzeitsmesse Rhein-Main“ ist auch die evangelische Kirche beteiligt. Vom 15. bis 16. Januar 2011 ist die Evangelische Stadtkirchenarbeit in der Rheingoldhalle Mainz am Messestand 426 mit der „ansprech-Bar“ präsent. Highlight in diesem Jahr ist der „Hochzeitstest“, der vor Ort ausgewertet wird. Anhand humorvoller Fragen können Paare herausfinden, wie gut sie zusammenpassen. Dazu wird ein Gläschen Wein oder Saft angeboten. Auch das Thema Konfessionsverschiedenheit wie auch die Frage: „Kann ich auch dann kirchlich heiraten, wenn mein Partner keiner Kirche angehört?“ werden offen angesprochen. Ein offenes Ohr für die Anliegen der Paare wird Pfarrer Rainer Beier haben.